Konzeption Kindergarten St. Tobias Aletshausen...
Inhaltsverzeichnis
Herzlich Willkommen
Grußwort des Bürgermeisters
Unser Kindergarten „St. Tobias"
Bildungs- und Erziehungsbereiche
Das ist uns wichtig
Freispiel
Naturerlebnisse – Waldtage
Ganzheitliches Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp
Gesunde Ernährung
Einblick in den Tagesablauf
Wir kommen in die Schule
Zusammenarbeit mit anderen Stellen
Gemeinsam sind wir stark
Was Sie sonst noch wissen sollten
Liebe Eltern,
Sie haben sich entschlossen, Ihr Kind zu uns in den Kindergarten
St. Tobias zu bringen.
Damit beginnt für Sie und Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt.
Unsere Konzeption soll Ihnen einen Einblick in die Arbeit unseres
Kindergartens geben. Wir arbeiten auf der Grundlage des Bayerischen
Bildungs- und Erziehungsplanes und dessen Förderschwerpunkten.
Sie sollen erfahren, welche Ziele wir haben und wie wir sie im Kindergartenalltag
verfolgen. Verstehen Sie diese Konzeption als Leitfaden und
Orientierungshilfe.
Selbstverständlich dürfen Sie eigene Ideen und Anregungen einbringen,
denn nur durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird die Zeit bei
uns für Ihr Kind und Sie selbst erfolgreich und spannend.
Aletshausen, Juli 2008
Doris Peter
Kindergartenleitung
Grußwort des Bürgermeisters
Liebe Eltern,
als Bürgermeister der Gemeinde Aletshausen freue ich mich, dass alle
Kinder im entsprechenden Alter unseren Kindergarten besuchen.
Ich bin überzeugt, dass sich der Kindergartenbesuch positiv auf die Entwicklung
unserer Kinder auswirkt.
Dazu ist es erforderlich, dass vom Kindergartenteam unter der Leitung
von Frau Peter Erziehungsziele verfolgt und verwirklicht werden.
Über diese Ziele und Konzeptionen sollten auch die Eltern unterrichtet
werden, denn auch sie sind gefordert, die Arbeit des Kindergartenteams
zu ergänzen.
Nur im erzieherischen Zusammenspiel zwischen Elternhaus und Kindergarten
können die Kinder das notwendige Rüstzeug für die Schule und
das künftige Leben erhalten.
Ich wünsche dem Kindergartenpersonal und Ihnen als Eltern dazu viel
Erfolg.
Aletshausen, Juli 2008
Georg Duscher
1. Bürgermeister
Unser Kindergarten St. Tobias
Geschichte
Der Kindergarten liegt mitten im Dorf, umgeben von Kirche, Pfarrhaus,
Pfarrgarten und Bauernhof.
Sein Name leitet sich davon ab, dass bis in die 1950er Jahre auf dem
jetzigen Kindergartengelände ein kleiner Bauernhof mit dem Hausnamen
„beim Tobias“ oder „beim Tobisl“ gestanden ist.
Im September 199 bezogen Kinder, zwei Erzieherinnen, eine
Kinderpflegerin und eine Vorpraktikantin das neu erbaute Gebäude,
dessen Träger die Gemeinde Aletshausen ist.
Einrichtung
Wir haben zwei Gruppenräume, einen Intensivraum, einen Turn- bzw.
Mehrzweckraum, eine Küche, ein Büro, Toilettenräume, einen Putzraum
und Räume im Keller.
Die Außenanlage wird durch das Gebäude in zwei Teile getrennt:
Die Westseite nimmt der Vorplatz ein, der auch für öffentliche Feste
genutzt werden kann. Auf der Ostseite wurde ein Garten mit Schaukel,
Sandkasten, Spielhaus mit Rutsche, Wippe und einer Hütte angelegt.
In unserer zweigruppigen Einrichtung bieten wir Buchungszeiten von
vier bis sieben Stunden an. Unser Kindergarten ist von 7.30 Uhr bis
14.00 Uhr geöffnet.
Wir haben Platz für 50 Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren. Bei Bedarf
und entsprechendem Platzangebot nehmen wir auch Kinder unter
drei Jahren auf.
Unsere Öffnungszeiten richten sich nach den Bedürfnissen der Eltern.
Wir führen jedes Jahr eine Elternbefragung durch.
Unsere Schließtage richten sich nach dem bayerischen Ferienplan. Zur
Zeit sind es 30 Tage, die mit dem Träger und dem Elternbeirat abgesprochen
sind und am schwarzen Brett und in der Kindergartenpost
rechtzeitig mitgeteilt werden.
Einzugsgebiet
Unsere Kinder kommen aus der Gemeinde Aletshausen mit den Ortsteilen
Winzer, Wasserberg, Gaismarkt und Haupeltshofen sowie aus der
Gemeinde Waltenhausen mit den Ortsteilen Hairenbuch und Weiler.
Viele auswärtige Kinder erreichen den Kindergarten mit dem Schulbus.
Die Haltestelle befindet sich direkt vor dem Kindergarten.
§
Gesetzliche Grundlagen
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das Bayerische Kinderbildungs-
und -betreuungsgesetz mit seiner Ausführungsverordnung.
Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes
und bezieht sich auf dessen soziale, emotionale, körperliche und
geistige Entwicklung. Er schließt die Vermittlung orientierter Werte und
Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, an
den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie
den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und
seine Herkunft berücksichtigen.
Art. 1 des BayKiBiG:
Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen
hat die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und
gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen, mit dem Ziel,
zusammen mit den Eltern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen
zu vermitteln. Dazu zählen beispielsweise positives Selbstwertgefühl,
Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme
sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.
Das pädagogische Personal hat die Kinder ganzheitlich zu bilden und
zu erziehen und auf deren Integrationsfähigkeit hinzuwirken. Der Entwicklungsverlauf
des Kindes ist zu beachten.
Unser Leitbild
Wir sehen das Kind als individuelle Persönlichkeit. Es darf seine Entwicklung
selber mitgestalten, und wir dürfen es ein Stück auf diesem
Weg begleiten.
Wir orientieren uns am Leitsatz Maria Montessoris
„Hilf mir, es selbst zu tun“
Unsere Ziele
- Die Kinder dürfen sich aktiv am Geschehen in der Gruppe beteiligen
und lernen selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln.
- Die Kinder übernehmen für sich und andere Verantwortung und
erfahren das Leben in einer Gemeinschaft.
- Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen.
- Die Kinder sollen lernen, mit Belastungsituationen angemessen
umzugehen.
- Die Kinder bekommen bei uns ein Lernumfeld zum Experimentieren.
- Wir wollen die Stärken fördern und an den Schwächen arbeiten.
- Wir wollen die Kinder mit ihrer Persönlichkeit annehmen.
Etwas Neues beginnt
Aufnahme der Kindergartenkinder
Die Aufnahme in den Kindergarten erfolgt bei uns im September und im
Januar. Außerhalb dieser zwei Termine sind Aufnahmen nur in Notfällen
und bei ausreichender Platzkapazität möglich.
Aufgenommen werden Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Generell
wären wir bereit, auch Kinder unter drei Jahren aufzunehmen, wenn
Eltern dies wünschen und Plätze frei sind. Hierzu würden wir gesonderte
Aufnahmebedingungen in unsere Konzeption aufnehmen.
Die Aufnahme eines Kindes verpflichtet zu einem regelmäßigen Besuch
der Einrichtung mit mindestens 20 Stunden in der Woche.
Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Eltern, vom Betreuungsvertrag
Kenntnis erhalten zu haben.
Anmeldezeit ist bei uns in der Regel im April.
Übergang vom Elternhaus in den Kindergarten
Damit den Kindern und den Eltern der Übergang ohne Probleme gelingt
– das bieten wir an:
- Gespräche beim Einschreiben
- Nachmittag mit den neuen Eltern: „Das erwartet uns im Kindergarten.“
- Schnuppervormittag: Die Vorschulkinder gestalten für die neuen
Kindergartenkinder die Einladungskarten für diesen Vormittag und
kümmern sich als Paten um sie
Die Eltern bekommen einen Handzettel mit wichtigen Infos für einen
reibungslosen Übergang
Wir nehmen die Kinder gestaffelt auf – zwei Kinder an einem Vormittag
Bei uns im Kindergarten trifft sich alle 14 Tage die Krabbelgruppe mit
ihren Eltern. Der erste Kontakt zu unserer Einrichtung ist damit bereits
hergestellt. Der erste Kindergartentag verläuft meistens ohne größere
Probleme.
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Bildungs- und
Erziehungsbereiche
Im Laufe des Kindergartenjahres fließen folgende Bildungs- und
Erziehungsbereiche in unsere Arbeit mit den Kindern ein.
Wir versuchen möglichst viele dieser Bereiche in unsere Projekte
einzubeziehen.

Das ist uns wichtig
Freispiel
Was bedeutet für uns Freispiel?
Einen großen Teil des Vormittags nimmt das Freispiel ein. Dabei setzt
sich das Kind aktiv mit seinen Erlebnissen auseinander.
Gemeinsam mit gleichaltrigen Kindern lernt es Sozialverhalten wie Hilfsbereitschaft,
Verantwortung übernehmen, Regeln und Grenzen einhalten,
Konflikte lösen und …
Im Freispiel hat das Kind auch die Möglichkeit, seinen Platz innerhalb
der Gruppe zu finden. Es lernt sich durchzusetzen, aber auch auf die
Bedürfnisse anderer Kinder einzugehen.
Erlebnisse, Wünsche und Ängste werden im Rollenspiel verarbeitet. Wir
legen Wert auf eine anregend gestaltete Umgebung, die zum Spielen,
Experimentieren und Bewegen motiviert. Im Umgang mit verschiedenen
Materialien erkennt das Kind seine eigenen Stärken und Schwächen
und trainiert dabei wichtige schulische Eigenschaften wie Konzentration,
Ausdauer, Merkfähigkeit, Sprache, Grob- und Feinmotorik.
Uns Erzieherinnen kommt die Aufgabe zu, das Kind bei diesen wichtigen
Schritten zu begleiten, ihm „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.
Besondere Bedeutung bekommt dabei die Beobachtung des einzelnen
Kindes. Wir führen für jedes Kind einen Beobachtungsbogen, der uns
auch bei Elterngesprächen eine große Hilfe ist.
Angebote während des Freispiels:
- Puppenecke mit Küche, Verkleidungskiste, Friseurmaterial,
Doktorkoffer, Geschirr, Puppe und allem, was dazu gehört
- Bauecke/Legoecke mit ausreichend Baumaterial aus Holz, Fahrzeugen,
Kreativmaterial wie Glitzersteinen, Muscheln, Tüchern …
- Kreativecke zum Kneten, Basteln, Malen mit Holz-, Wasser- und
Fingerfarben, verschiedenen Papierarten, Scheren, Klebstoff, wertlosem
Material
- Turnraum mit großen Matten, Schaumstoffbausteinen, Seilen,
Bällen, Reifen …
- Lese- und Kuschelecke zur Rückzugsmöglichkeit mit Zelt, Bilderbüchern,
Decken, CD-Player …
- Experimentierecke mit wechselnden Angeboten (zum Teil auch
Montessori-Material)
- Werkbank im Keller mit Holz und Werkzeug wie Hammer, Nägel,
Säge (unter Aufsicht)
- Tischspiele, Puzzles, Perlenketten, Nagelspiel …
Alle Angebote können von den Kindern frei gewählt werden.
Dazu hat jedes Kind eine Wäscheklammer mit Namen, die es an das
dazugehörige Brett im Gruppenzimmer hängen kann.
Für jeden Spielbereich gibt es Regeln, die gemeinsam mit den Kindern
erarbeitet werden. Darauf, dass die Regeln auch eingehalten werden,
achten die Kinder meistens in Eigenregie.
Naturerlebnisse – Waldtage
Die Entwicklung einer
positiven Haltung unserer
Kinder zu Natur und Umwelt
hängt ganz entscheidend davon ab, inwieweit Kinder
Möglichkeiten zur
Naturbegegnung haben.
Die Natur hat viele Gesichter.
In der Natur ist
immer etwas los: barfuß im
Gras laufen, Vögeln lauschen, Tiere beobachten,
den Wald riechen, mit Erde
und Matsch spielen …
Die Kinder lernen die
Schönheit der Natur kennen,
erfahren etwas über den
Kreislauf von Entstehen,
Wachsen und Vergehen. Durch Beobachten, Hören,
Riechen, Fühlen und
Schmecken werden alle Sinne angeregt, und das
Wahrnehmungsvermögen
wird geschult. Das Vermitteln von Wissen, das
Erleben und die kindliche
Neugier wecken gehen Hand in Hand. Ganz nebenbei
entwickeln
sich die gesamte Muskulatur, der Bewegungsapparat und die Grobmotorik,
z. B. durch das Gehen auf unebenen Böden, durch Hüpfen, Klettern,
Balancieren usw.
Vom Frühling bis weit in den Herbst hinein geht jede Gruppe einmal in
der Woche an einem bestimmten Tag in den Wald.
Jeder „Waldtag“ steht unter einem bestimmten Thema:
- „Wir bauen uns einen Essplatz“
- „Die Waldwichtel besuchen uns“ (die Kinder bauen aus Wurzeln,
Zweigen und anderen Naturmaterialien Häuser für die Wichtel)
- Wir feiern heute „Waldgeburtstag“
- Der Jäger zeigt uns seinen Wald
- Wir suchen Jägerstände
- Waldfest mit Besuch der Waldhexe
Jedes Jahr werden bei uns Projekte mit Naturerfahrungen durchgeführt.
Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, die Vorschläge und Interessen
der Kinder aufzugreifen.
Wir haben z. B. auf Initiative eines Kindergartenkindes hin mit den Kindern
zusammen ein Aquarium im Kindergarten aufgestellt.
Selbstverständlich gibt es bei uns fast jedes Jahr Kaulquappen, deren
Werdegang bis zum Frosch mit den Kindern erarbeitet und dokumentiert
wird. Den Abschluss dieses Projektes bildet eine gemeinsame Wanderung
zum Biotop, in dem die Frösche ein neues Zuhause finden.
Ganzheitliches Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp:
Mit Hilfe dieses Konzeptes erwerben die Kinder spielerisch Grundlagen
zur gesunden, naturgemäßen Lebensweise.
Die 5 Elemente der Kneippschen Lehre sind:
- Lebensordnung/Seelisches Wohlbefinden
- Ernährung
- Wasser – natürliche Reize
- Heilpflanzen und Heilkräuter
- Bewegung
Sie bilden die Basis zur ganzheitlichen Förderung der Persönlichkeit.
Die 5 Elemente überschneiden und ergänzen sich.
Wir sehen das Kind als Einheit von Körper, Geist und Seele.
Gesunde Ernährung
Gemeinsame Mahlzeiten sind für die Kinder ein wichtiges und vielseitiges
Lern- und Erfahrungsumfeld.
„Essen als pädagogisches Angebot“ ist uns sehr wichtig. Um frühzeitig
Ernährungsfehlern und ungünstigen Essgewohnheiten vorzubeugen,
ist es schon im Kindergartenalter sehr wichtig, den richtigen Umgang
mit Nahrungsmitteln zu erlernen. Unser Esstisch soll den Kindern eine
einladende und angenehme Atmosphäre vermitteln, in der sie gerne mit
Freunden essen und sich unterhalten.
Wir geben am Anfang des Kindergartenjahres Vorschläge für ein gesundes
Pausenfrühstück an alle Eltern heraus. Alle zwei Jahre findet ein
Elternabend zum Thema „Ernährung“ statt.
Ablauf eines Frühstücksbüffets
Jeden Monat bereiten beide Gruppen gemeinsam ein Frühstücksbüffet
vor. Es wird vorher besprochen, was es alles geben soll (z. B. Milchtag,
Müslitag, Kartoffeltag …). Die Zutaten, die benötigt werden, schreiben wir
auf einen Abrisszettel und hängen diesen an unsere Pinwand. Die Eltern
und Kinder entscheiden sich für ein Lebensmittel, reißen den Zettel ab
und bringen die Zutaten mit in den Kindergarten.
Bei den Vorbereitungen wie Schneiden und Anrichten der Speisen
helfen die Kinder mit. Auf zwei Tischen bauen wir das Frühstück im Flur
auf. Beide Gruppen treffen sich am Büffet. Wir sprechen ein Gebet und
wünschen uns einen guten Appetit.
Die Kinder suchen sich in ihrer Gruppe einen Platz an den von ihnen
gedeckten Tischen. Mit ihrem Teller dürfen sie sich vom Frühstücksbüffet
holen, was und wie viel sie essen wollen. Zu trinken gibt es Tee, Wasser,
Kakao und verschiedene Säfte.
Zusammen mit den Kindern haben wir Regeln aufgestellt:
- Nur so viel auf den Teller geben, wie gegessen werden kann.
- Beim Essen sitzen bleiben.
- Beim Essen holen nicht rennen.
- Vom Teller essen und den Platz ordentlich verlassen.
Beim Vorbereiten und gemeinsamen Essen sind unsere Ziele:
- Unser Gemeinschaftssinn wird gefördert.
- Wir üben die Feinmotorik durch Schneiden, Schälen …
- Wir schulen die Sinne.
- Wir lernen gesunde Lebensmittel kennen.
- Wir teilen mit anderen.
- Wir lernen, den Tisch zu decken und uns an Tischmanieren zu halten.
- Essen soll Spaß machen.
Einblick in unseren Tagesablauf
7.30 Uhr
Unsere ersten Kinder kommen mit dem Schulbus. Sie
werden von einer Erzieherin an der Haltestelle vor dem
Kindergarten erwartet, begrüßt und zur Garderobe begleitet.
Viele können sich alleine ausziehen, den Kleinen
wird geholfen.
Im Gruppenraum angekommen, wird die Kinderpflegerin
begrüßt, und sofort wird von den Ereignissen
zu Hause erzählt. Nach und nach treffen die anderen
Kinder ein. An der Türe werden sie meistens von der
Mutter abgegeben, es erfolgt eine kurze Verabschiedung,
manchmal werden noch ein paar Worte mit der
Erzieherin gewechselt, und schon wird man von den anderen
Kindern willkommen geheißen. Wir legen großen
Wert auf die persönliche Begrüßung jedes Kindes.
8.30 Uhr
Alle Kinder sollten bis jetzt da sein – die Kindergartentüre
wird zugesperrt.
Die Vorschulkinder treffen sich in der Turnhalle zum
„Würzburger Sprachtrainingsprogramm“.
Dieses Programm wird von unseren zwei Kinderpflegerinnen
durchgeführt, die sich auf diesem Gebiet weitergebildet
haben.
9.00 Uhr
Der Morgenkreis beginnt. Wir sitzen auf einem runden
Teppich, schauen in der Anwesenheitsliste nach, welches
Kind fehlt, aus welchem Grund, und sprechen den
Ablauf des heutigen Vormittags durch.
Meistens singen wir noch ein Lied oder machen ein
Fingerspiel. An besonderen Tagen verwöhnen wir uns
auch gegenseitig mit einer „Morgenmassage“.
9.15 Uhr
Der Brotzeittisch wird hergerichtet, und die ersten
hungrigen Kinder packen ihre Brotzeit aus.
Für unsere Kleinen ist immer ein Vorschulkind verantwortlich
– Tee einschenken, Hilfestellung beim Abspülen
und Aufräumen. Ordnung am Esstisch ist uns sehr
wichtig, ebenso wie eine gesunde und ausgewogene
Brotzeit. Die Gespräche am Brotzeittisch nehmen einen
wichtigen Platz ein. Sie dienen der Sprachanbahnung,
Sprachförderung und nicht zuletzt dem gemütlichen
Miteinander.
9.30 Uhr
Freispielzeit – während dieser Zeit finden unsere verschiedenen
Angebote statt. Ein paar Kinder gehen in
die Turnhalle.
Mit großen Bausteinen, Tüchern, Reifen usw. wird ein
Parcour aufgebaut.
Im Hausflur steht ein großer Tisch mit Knetmasse.
Unser neues Puppenhaus hat ebenfalls seinen Platz im
Hausflur gefunden. Im Gruppenraum herrscht reges
Treiben am Maltisch, in der Kuschelecke wird ein Bilderbuch
vorgelesen, und in der Bauecke wird heute ein
Plan vom „Ulmer Münster“ in die Tat umgesetzt.
11.30 Uhr
Stuhlkreis –zum Abschluss des Tages treffen wir uns
alle im Stuhlkreis. Wir sprechen über den Vormittag (mit
einem Erzählstein), singen, lernen ein neues Kreisspiel,
ein Fingerspiel, schauen ein Bilderbuch an oder hören
eine Geschichte.
12.00 Uhr
So oft es geht, gehen wir in unseren Garten. Bewegung
an der frischen Luft ist uns sehr wichtig, und für uns
gibt es eigentlich kein schlechtes Wetter.
Um 12.30 Uhr werden die ersten Kinder abgeholt. Die
übrigen Kinder werden in der verlängerten Gruppe bis
14.00 Uhr betreut.
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Wir kommen in die Schule
Zur Vorbereitung auf den Übertritt in die Schule bekommen die Fünf-
und Sechsjährigen besondere Förderangebote.
Sprachliche und mathematische Kompetenzen sind eine wesentliche
Voraussetzung für den schulischen Erfolg. Das Würzburger Sprachtrainingsprogramm
unterstützt die Kinder in ihrer Sprachentwicklung.
Den spielerischen Umgang mit Zahlen und Formen vermitteln wir durch
Übungen im Zahlenland.
Besondere Angebote für unsere Vorschulkinder:
- Besuch in der 1. Klasse
- Schultüten basteln als Eltern-Kind-Aktion
- Schulranzentag
- Abschlussfahrt in den Tierpark
Während der ganzen Kindergartenzeit wird von uns über jedes Kind ein
Beobachtungsbogen geführt.
Vor der Schuleinschreibung erhalten die Eltern bei einem Elternabend in
der Schule wichtige Informationen für einen guten Schulstart.
Am Ende des Kindergartenjahres besucht uns eine Lehrerin der Grundschule.

Zusammenarbeit mit anderen Stellen

Gemeinsam sind wir stark
Unser Elternbeirat
Zur Förderung der besseren Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischem
Personal und Träger gibt es bei uns einen Elternbeirat.
Der Elternbeirat vertritt die Anliegen und Interessen der Eltern und unterstützt
den Kindergarten. Er ist Ansprechpartner und Vermittler zwischen
Eltern, Erzieherinnen, Träger und Schule. In unserem Kindergarten wird
zu Beginn des Kindergartenjahres ein Elternbeirat gewählt, aus dessen
Mitte der/die Vorsitzende bestimmt wird. Diese Mitglieder treffen sich
mehrmals jährlich und werden von der Leitung und dem Träger informiert
und angehört, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden.
Der Elternbeirat hat eine beratende und unterstützende Funktion, z. B.
bei der Jahresplanung, bei Elternabenden und hilft mit bei der Organisation
und Durchführung von Festen, Gottesdiensten und sonstigen
Veranstaltungen.

V.l.n.r.: Simone Schillgallis, Doris Peter, Martina Frei, Manuela Rampp,
Stefanie Hartmann
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Was Sie sonst
noch wissen sollten
Religiöse Erziehung
In unserer Einrichtung werden religiöse Feste wie St. Martin, St. Nikolaus,
Weihnachten und Ostern, im Jahresplan integriert und mit den Kindern
erarbeitet.
Im Laufe des Kindergartenjahres gestalten wir mehrmals einen Wortgottesdienst.
Die gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit dem
Pfarrer der Gemeinde ist uns sehr wichtig.
Mobile Frühförderung
Wir arbeiten eng mit der Frühförderung im Förderzentrum Ursberg
zusammen.
Kinder mit Sprach- und Entwicklungsverzögerungen werden bei uns im
Kindergarten betreut. Das ermöglicht uns Erzieherinnen jederzeit den
fachkundigen Austausch.
Die Information und die Einbeziehung der Eltern sind für uns selbstverständlich
und wichtig.
Frühförderung
Bei uns ist die Integration von behinderten oder von Behinderung bedrohten
Kindern möglich. Diese Kinder werden im Kindergarten zusätzlich
durch eine Heilpädagogin/Logopädin gefördert.
Kinder mit Migrationshintergrund
Für diese Kinder bieten wir ein Sprachtrainigsprogramm an. Bei ausreichender
Kinderzahl wird ein Teil von der Grundschule übernommen.
Fortbildungen
Nur wer sich weiterbildet, ist auf dem neuesten Stand.
Wir Erzieherinnen bekommen von unserem Träger die Möglichkeit, Fortbildungen
zu besuchen. Davon profitieren unsere Kinder, die Eltern und
nicht zuletzt die Qualität unserer pädagogischen Arbeit.
Wir zwei Erzieherinnen haben 2008 das Zertifikat zur Kneipp-Erzieherin
erworben.
Krabbelgruppe
Alle 14 Tage ist die Krabbelgruppe des Sportvereins bei uns in der Turnhalle.
Dadurch werden schon die ersten Kontakte geknüpft, die Kinder
kennen die Einrichtung, und der Übergang in den Kindergarten vollzieht
sich in der Regel ohne größere Probleme.
Elternkaffee
Ungefähr vier Mal im Jahr findet im Pfarrheim ein Elternfrühstück statt.
Hier können sich interessierte Eltern in netter Atmosphäre treffen und
austauschen.
Es wird vom Elternbeirat organisiert.
Dokumentationen
Wir wollen unsere Kindergartenarbeit transparent machen. Dies geschieht
durch diese Konzeption, unser Kindergarten-ABC, Zeitungsartikel
oder durch Bilddokumentationen unserer Projekte, Feste und Veranstaltungen
und unseren Wochenrückblick.